Von der Gefährdungsanzeige zu guten Arbeitsbedingungen

Ort: Loccum 18.10.2027–22.10.2027 - Kategorie: Gesundheitsschutz (53/2027)

Die Gefährdungsanzeige/Überlastungsanzeige als Notsignal, wenn der Arbeitsstress zu groß wird.

Wenn Beschäftigte das Gefühl haben, die Arbeit macht sie inzwischen selbst krank oder die Klienten nehmen Schaden, habe sie das Recht und die Pflicht, eine Gefährdungsanzeige als Notsignal zu verfassen.
Die Reaktionen auf eine Gefährdungsanzeige sind oft vorhersehbar: Sie werden ignoriert oder das Problem wird sogar nur beim Verfasser gesucht. Diese Folgen führen dazu, dass Beschäftigte die Gefährdungsanzeige nicht nutzen.
Doch wie gelingt es, aus der Gefährdungsanzeige heraus einen verbindlichen Folgeprozess zu entwickeln? Einen Verbesserungsprozess, der die Beschäftigten schützt und die Abläufe in der Einrichtung sinnvoller gestaltet?
Im Seminar lernen die MAV-Mitglieder, wie Gefährdungsanzeigen rechtssicher eingesetzt und ein verbindlicher Verbesserungsprozess im Rahmen der Mitbestimmung im Arbeitsschutz gestaltet werden kann.
Im Mittelpunkt steht die Überlegung, auch aus einer anonymen Gefährdungsanzeige heraus in eine anlassbezogene Gefährdungsbeurteilung einzusteigen. Für diese anlassbezogenen Gefährdungsbeurteilungen werden im Seminar spezielle Checklisten entwickelt, die in der Praxis sofort einsetzbar sind und konkrete Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten liefern.
Ziel ist es, dass Führungskräfte und Beschäftigte die Gefährdungsanzeige nicht als Anklage, sondern als Einstieg in eine gesunderhaltende Arbeitsgestaltung verstehen.

Seminarinhalte auf einen Blick

  • Rechtliche Grundlagen der Gefährdungsanzeige
  • Entwicklung eines verbindlichen Folgeprozesses nach Eingang einer Gefährdungsanzeige
  • Verbindung der Gefährdungsanzeige und Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
  • Erstellung von Formblättern, Ablaufplänen und Checklisten
  • Inhalte einer Dienstvereinbarung zur Gefährdungsanzeige
  • Strategien zur Durchsetzung wirksamer Maßnahmen für gute Arbeitsbedingungen

Zielgruppe:

alle Mitglieder der MAV, Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten und JAV

ReferentInnen

Matthias Holm

Porträt

Jahrgang 1965, Diplomingenieur Fachrichtung Arbeitswissenschaft und ausgebildeter Berufspädagoge; seit 1995 als Berater für Betriebsräte und Mitarbeitervertretungen in Niedersachsen tätig. Der Beratungsschwerpunkt liegt im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und in der Gesundheitsförderung.

Weitere Informationen/Seminare: Matthias Holm

Hanjo Schwarze

Porträt

Jahrgang 1979, Krankenpfleger, 1. Vorsitzender der MAV im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück, seit 2011 Mitglied im AGMAV- Vorstand

Weitere Informationen/Seminare: Hanjo Schwarze

Preis

1470,00 Euro (790,00 Euro Kursgebühr/ 680,00 Euro ÜN/Verpflegung)


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